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Pokémon GO - Marketingmöglichkeiten der angesagten App

29. Juli 2016

Seit dem 06. Juli stellt das Augumented-Reality-Spiel „Pokémon GO“ die App-Welt auf den Kopf.

Bisherige Kassenschlager lässt der neuartige Zeitvertreib spielend leicht hinter sich und kann nach noch nicht mal vier Wochen auf dem Markt mehr täglich aktive Nutzer verzeichnen als Twitter und Tinder. Auf dem deutschen Markt ist „Pokémon GO“ seit dem 13. Juli erhältlich und sorgt seither für spontane Menschenaufläufe und steife Hälse vom auf die Handydisplays starren.

Das von Nintendo und dem Google-Spinoff Niantic Labs ausgetüftelte Spiel hat einiges zu bieten: süße bis angsteinflößende Monster aka Pokémon, neueste Smartphones für die Technikfreaks unter uns und auch ambitionierte Geocacher kommen mit der App auf ihre Kosten. Denn um bei der virtuellen Schnitzeljagd erfolgreich zu sein, muss man die eigenen vier Wände verlassen und sich schnellen Schrittes in die Natur begeben. Dort warten an den unterschiedlichsten Stellen Pikachu und Co. auf eifrige Sammler. Der Standort der putzigen Tierchen ist dabei vollkommen willkürlich.

An sogenannten Pokéstops kann man außerdem wertvolle Belohnungen wie Pokémon-Eier und Pokébälle einsammeln und so den eigenen Erfolg innerhalb des Spiels erhöhen. Doch was tun, wenn die begehrten Monster erstmal im Smartphone gefangen sind? In sogenannten Arenen können Spieler mit ihren Pokémons gegeneinander antreten lassen und so im Ranking steigen. Um die Arenen scharren sich nicht selten große Menschentrauben und sorgen bei Nicht-Spielern für belustigtes Kopfschütteln.

Pummeluff, Taubsi und Enton als wahre Marketingwunder

Ja nach Branche und Unternehmensart können Unternehmen gerade von diesen Menschenansammlungen profitieren. Denn hinter Pokémon Go versteckt sich ein enormes Marketingpotential. Ein Pokéstop in der Nähe des eigenen Standortes sorgt für einen enormen Anstieg der Laufkundschaft und nicht selten innerhalb weniger Minuten für Menschenaufläufe mit Kaufpotential.

Das eigene Unternehmen als place-to-be für Pokémon-Fans? Darauf haben Unternehmen momentan leider noch keinen Einfluss. Die Orte, an denen sich Pokéstops und Arenen befinden, hat der Spieleentwickler-Firma Niantic im Vorfeld festgelegt. Innerhalb der App besteht jedoch die Möglichkeit, Lockmodule zu kaufen, die im Anschluss eine halbe Stunde lang Pokémon in den eigenen Laden ziehen. Mit der Anzahl der Pokémon steigt dann im besten Fall auch die Anzahl der potentiellen Kunden.

Mittlerweile hat auch der Spieleanbieter  Niantic das Potenzial der App auf dem Schirm. Laut "Financial Times" tüfteln die Entwickler an einer  Option für Unternehmen, mit Hilfe des einen oder anderen Euros den eigenen Standort zu einem Hotspot für Pokémon-Jünger upzugraden.  Ein guter Ansatz, um das zu schaffen, wovon bisher viele Apps nur träumen können: virtuellen Marketingerfolg in finanziellen Benefit in der realen Geschäftswelt zu verwandeln.

 

Die Pokémania hat gerade erst begonnen und der Hype dürfte auch noch einige Zeit anhalten, denn von über 700 verschiedenen Tierchen sind anfänglich nur 129 verfügbar. Die Fangemeinde darf sich also über einige Upgrades  freuen. Wir sind gespannt, wie sich App und Marketingmöglichkeiten in den nächsten Monaten entwickeln. 


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